{"id":808,"date":"2020-04-21T18:00:04","date_gmt":"2020-04-21T18:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/theveryfact.com\/?p=808"},"modified":"2020-05-13T15:31:25","modified_gmt":"2020-05-13T15:31:25","slug":"das-leben-auf-den-uros-inseln-titicacasee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theveryfact.com\/?p=808","title":{"rendered":"Das Leben auf den Uros Inseln &#8211; Titicacasee"},"content":{"rendered":"\n<p>Eines unserer sch\u00f6nsten Erlebnisse in Peru war unser Besuch auf\nden Uros Inseln im Titicacasee. Wir hatten schon viel \u00fcber das Volk der Uros\ngeh\u00f6rt und wollten das Leben dieser indigenen Bev\u00f6lkerung unbedingt hautnah\nerleben. \u00dcber Airbnb fanden wir schlie\u00dflich Henry, der uns eine H\u00fctte auf\nseiner Insel vermietete.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04032.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-955\" width=\"651\" height=\"434\" srcset=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04032.jpg 1000w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04032-300x200.jpg 300w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04032-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Auf die Uros Inseln kommt man nicht ohne ein Boot, deshalb holte\nuns Henry mit seiner gesamten Familie an einem kleinen Hafen in Puno ab. Nach\neiner traumhaften Fahrt mit klaren blauen Himmel, Sonneschein und tiefblauem\nWasser kamen wir an seiner Insel an. Dort nahm er sich erst mal ausf\u00fchrlich Zeit,\num uns alles rund um das Leben auf dem Titicacasee zu erz\u00e4hlen. Er startete dirket\nmit unserer falschen Aussprache, denn Titicaca wird nicht mit \u201ek\u201c ausgesprochen,\nsondern wird aus dem Rachen raus betont, also Titi\u2018ch\u2018aka. \u00dcbersetzt hei\u00dft\n\u201eTiticaca\u201c wohl Jaguar, das liegt daran, dass der See auf den Kopf gestellt die\nForm dieses Tieres hat. Zumindest mit viel Vorstellungskraft, was auch Henry\nzugeben musste.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Alltag auf den Uros Inseln<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Henry erz\u00e4hlte uns au\u00dferdem viel \u00fcber die Alltagsleben auf\ndem See. So befindet sich unter den 49 Inseln, auf denen etwa 2000 Menschen\nleben, sogar eine eigene Insel f\u00fcr die Schule. Zumindest f\u00fcr die j\u00fcngeren\nKinder. Bevor diese allerdings dorthin gehen k\u00f6nnen, bleiben sie bei ihren\nFamilien. Besonders schwierig wird das, wenn die Kleinen anfangen zu laufen.\nDann muss immer jemand ein Auge auf sie haben, denn die Inseln haben keine\nZ\u00e4une, die Kleinen k\u00f6nnen also leicht in den See fallen. Ganz andere Probleme\nwiederum haben die Teenager und jungen Erwachsenen der Uros. Um f\u00fcr sich zu\nsein, hat man auf den doch recht winzigen Inseln kaum eine Chance. So kamen mit\nder Zeit die \u201eLove Boats\u201c ins Spiel. Auf diesen f\u00e4hrt man laut dem s\u00fcffisanten\nL\u00e4chelns Henrys zu zweit weg und kommt zu dritt wieder zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/ASC04106.jpg\" alt=\"\" data-id=\"956\" data-link=\"https:\/\/theveryfact.com\/?attachment_id=956\" class=\"wp-image-956\" srcset=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/ASC04106.jpg 1000w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/ASC04106-300x200.jpg 300w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/ASC04106-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/ASC04102.jpg\" alt=\"\" data-id=\"957\" data-full-url=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/ASC04102.jpg\" data-link=\"https:\/\/theveryfact.com\/?attachment_id=957\" class=\"wp-image-957\" srcset=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/ASC04102.jpg 1000w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/ASC04102-300x200.jpg 300w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/ASC04102-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Nach dieser kleinen Einf\u00fchrung genossen wir noch den Sonnenuntergang\nund das Abendessen, das von Henrys Frau gekocht wurde und gingen dann in\nunserer eigenen kleinen Holzh\u00fctte schlafen. Zum Gl\u00fcck hat uns Henry vorher\nFlaschen mit hei\u00dfem Wasser zurecht gemacht, die wir mit unter die Bettdecken\nnehmen konnten, denn auch wenn man sich tags\u00fcber noch st\u00e4ndig mit Sonnencreme\neincremt, abends wird es ordentlich kalt. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04040.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-959\" width=\"654\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04040.jpg 1000w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04040-300x200.jpg 300w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04040-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 654px) 100vw, 654px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Ausflug auf die Insel Taquile<\/h2>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag hatte uns Henry eine Tour gebucht, bei der\nwir mit anderen Touristen auf eine naheliegende Insel gebracht wurden. Wir\nstarteten um neun Uhr morgens mit etwa zwanzig anderen Besuchern auf einem\nmittelgro\u00dfen Boot. Zwei Stunden ging es quer \u00fcber den riesigen Titicacasee bis\nzur Insel Taquile. Dort angekommen wurde uns von einem Guide viel von den alten\nTraditionen dieser Insel, die so abgeschieden von der Au\u00dfenwelt ist, erz\u00e4hlt. Auch\nwenn viele andere Touristen Gruppen da waren, die dieselben Wege entlanggef\u00fchrt\nwurden, war der Ausblick von der Insel traumhaft. Trotzdem w\u00fcrden wir die Tour\nnicht noch einmal machen, es gab viel zu wenig Freiraum, um die Insel auf eigene\nFaust zu erkunden und man kam sich dank der Scharen von Touristen Gruppen doch\nein wenig wie im Museum vor und weniger auf einer traumhaft verlassenen Insel. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04153.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-960\" width=\"656\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04153.jpg 1000w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04153-300x200.jpg 300w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04153-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 656px) 100vw, 656px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Traditionell Fischen<\/h2>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck bei den Uros nahm uns Henry noch mit zum Fischen. Das,\nerkl\u00e4rte er uns aber ehrlich, mache er nur noch f\u00fcr die Touristen, denn die\nmeisten Uros k\u00f6nnen von ihren Touristen Einnahmen gut leben und br\u00e4uchten die Fischerei\nnicht mehr als Einnahmequelle. Um zu fischen, lie\u00df Henry ein lang gezogenes\nFischernetz mit Steinen ins Wasser, das er an einem Ende am Schilf befestigte.\nDann ging es auch schon wieder zur\u00fcck. Erst am n\u00e4chsten Morgen sollte sich\nzeigen, ob wir etwas gefangen hatten.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04185.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-961\" width=\"500\" height=\"750\" srcset=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04185.jpg 667w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04185-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Und tats\u00e4chlich, als es am n\u00e4chsten Morgen wieder los ging,\nhatten sich \u00fcber Nacht f\u00fcnf kleine Fische in dem Netz verhakt. Nach diesem wohl\nungew\u00f6hnlich gro\u00dfen Fang zeigte uns Henry noch die \u201eBanane des Titicacasees\u201c.\nDaf\u00fcr zog er eine Schilfpflanze ins Boot, erntete den oberen Teil und sch\u00e4lte\ndiesen. Den darunter liegenden wei\u00dfen Teil bot er uns zum Essen an. Die Banane\ndes Titicacasees schmeckte frisch und irgendwie nach nichts. Der kleine Sohn\nvon Henry war auf jeden Fall ganz begeistert von seiner Banane und schmatze\nfr\u00f6hlich. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04168.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-962\" width=\"651\" height=\"434\" srcset=\"https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04168.jpg 1000w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04168-300x200.jpg 300w, https:\/\/theveryfact.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/ASC04168-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Nach diesem letzten Erlebnis ging es wieder zur\u00fcck nach Puno.\nDie zwei N\u00e4chte auf Henrys Insel, die er mit seiner gesamten Familie (inklusive\nOma, Opa und die Familie des Bruders) teilte, haben wir sehr genossen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tipps<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Unbedingt Zeit f\u00fcr die Uros Inseln einplanen und am besten auch \u00fcbernachten (viele Touristen sind nur einige Stunden im Rahmen einer Tour auf den Uros Inseln und bekommen wenig mit vom &#8222;wirklichen&#8220; Leben dort)<\/li><li>Genug Geld einplanen, wenn ihr auf den Inseln bleibt. Da man von den Uros nur mit dem Boot wieder herunterkommt, ist man auf das Essen der Gastgeber angewiesen, also vorher erkundigen, wieviel Geld sie f\u00fcr Fr\u00fchst\u00fcck, Abendessen etc. verlangen<\/li><li>Der Ausflug nach Taquile hat uns pers\u00f6nlich nicht gefallen, die private Tour mit unserem Gastgeber dagegen sehr. Letzteres k\u00f6nnen wir daher empfehlen.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines unserer sch\u00f6nsten Erlebnisse in Peru war unser Besuch auf den Uros Inseln im Titicacasee. Wir hatten schon viel \u00fcber das Volk der Uros geh\u00f6rt und wollten das Leben dieser indigenen Bev\u00f6lkerung unbedingt hautnah erleben. \u00dcber Airbnb fanden wir schlie\u00dflich Henry, der uns eine H\u00fctte auf seiner Insel vermietete. Auf die Uros Inseln kommt man nicht ohne ein Boot, deshalb holte uns Henry mit seiner gesamten Familie an einem kleinen Hafen in Puno ab. Nach einer traumhaften Fahrt mit klaren blauen Himmel, Sonneschein und tiefblauem Wasser kamen wir an seiner Insel an. Dort nahm er sich erst mal ausf\u00fchrlich Zeit, um uns alles rund um das Leben auf dem Titicacasee zu erz\u00e4hlen. Er startete dirket mit unserer falschen Aussprache, denn Titicaca wird nicht mit \u201ek\u201c ausgesprochen, sondern wird aus dem Rachen raus betont, also Titi\u2018ch\u2018aka. \u00dcbersetzt hei\u00dft \u201eTiticaca\u201c wohl Jaguar, das liegt daran, dass der See auf den Kopf gestellt die Form dieses Tieres hat. Zumindest mit viel Vorstellungskraft, was auch Henry zugeben musste. Alltag auf den Uros Inseln Henry erz\u00e4hlte uns au\u00dferdem viel \u00fcber die Alltagsleben auf dem See. So befindet sich unter den 49 Inseln, auf denen etwa 2000 Menschen leben, sogar eine eigene Insel f\u00fcr die Schule. Zumindest f\u00fcr die j\u00fcngeren Kinder. Bevor diese allerdings dorthin gehen k\u00f6nnen, bleiben sie bei ihren Familien. Besonders schwierig wird das, wenn die Kleinen anfangen zu laufen. Dann muss immer jemand ein Auge auf sie haben, denn die Inseln haben keine Z\u00e4une, die Kleinen k\u00f6nnen also leicht in den See fallen. Ganz andere Probleme wiederum haben die Teenager und jungen Erwachsenen der Uros. Um f\u00fcr sich zu sein, hat man auf den doch recht winzigen Inseln kaum eine Chance. So kamen mit der Zeit die \u201eLove Boats\u201c ins Spiel. Auf diesen f\u00e4hrt man laut dem s\u00fcffisanten L\u00e4chelns Henrys zu zweit weg und kommt zu dritt wieder zur\u00fcck. Nach dieser kleinen Einf\u00fchrung genossen wir noch den Sonnenuntergang und das Abendessen, das von Henrys Frau gekocht wurde und gingen dann in unserer eigenen kleinen Holzh\u00fctte schlafen. Zum Gl\u00fcck hat uns Henry vorher Flaschen mit hei\u00dfem Wasser zurecht gemacht, die wir mit unter die Bettdecken nehmen konnten, denn auch wenn man sich tags\u00fcber noch st\u00e4ndig mit Sonnencreme eincremt, abends wird es ordentlich kalt. Ausflug auf die Insel Taquile Am n\u00e4chsten Tag hatte uns Henry eine Tour gebucht, bei der wir mit anderen Touristen auf eine naheliegende Insel gebracht wurden. Wir starteten um neun Uhr morgens mit etwa zwanzig anderen Besuchern auf einem mittelgro\u00dfen Boot. Zwei Stunden ging es quer \u00fcber den riesigen Titicacasee bis zur Insel Taquile. Dort angekommen wurde uns von einem Guide viel von den alten Traditionen dieser Insel, die so abgeschieden von der Au\u00dfenwelt ist, erz\u00e4hlt. Auch wenn viele andere Touristen Gruppen da waren, die dieselben Wege entlanggef\u00fchrt wurden, war der Ausblick von der Insel traumhaft. Trotzdem w\u00fcrden wir die Tour nicht noch einmal machen, es gab viel zu wenig Freiraum, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden und man kam sich dank der Scharen von Touristen Gruppen doch ein wenig wie im Museum vor und weniger auf einer traumhaft verlassenen Insel. Traditionell Fischen Zur\u00fcck bei den Uros nahm uns Henry noch mit zum Fischen. Das, erkl\u00e4rte er uns aber ehrlich, mache er nur noch f\u00fcr die Touristen, denn die meisten Uros k\u00f6nnen von ihren Touristen Einnahmen gut leben und br\u00e4uchten die Fischerei nicht mehr als Einnahmequelle. Um zu fischen, lie\u00df Henry ein lang gezogenes Fischernetz mit Steinen ins Wasser, das er an einem Ende am Schilf befestigte. Dann ging es auch schon wieder zur\u00fcck. Erst am n\u00e4chsten Morgen sollte sich zeigen, ob wir etwas gefangen hatten. Und tats\u00e4chlich, als es am n\u00e4chsten Morgen wieder los ging, hatten sich \u00fcber Nacht f\u00fcnf kleine Fische in dem Netz verhakt. Nach diesem wohl ungew\u00f6hnlich gro\u00dfen Fang zeigte uns Henry noch die \u201eBanane des Titicacasees\u201c. Daf\u00fcr zog er eine Schilfpflanze ins Boot, erntete den oberen Teil und sch\u00e4lte diesen. Den darunter liegenden wei\u00dfen Teil bot er uns zum Essen an. Die Banane des Titicacasees schmeckte frisch und irgendwie nach nichts. Der kleine Sohn von Henry war auf jeden Fall ganz begeistert von seiner Banane und schmatze fr\u00f6hlich. Nach diesem letzten Erlebnis ging es wieder zur\u00fcck nach Puno. Die zwei N\u00e4chte auf Henrys Insel, die er mit seiner gesamten Familie (inklusive Oma, Opa und die Familie des Bruders) teilte, haben wir sehr genossen. Tipps Unbedingt Zeit f\u00fcr die Uros Inseln einplanen und am besten auch \u00fcbernachten (viele Touristen sind nur einige Stunden im Rahmen einer Tour auf den Uros Inseln und bekommen wenig mit vom &#8222;wirklichen&#8220; Leben dort) Genug Geld einplanen, wenn ihr auf den Inseln bleibt. Da man von den Uros nur mit dem Boot wieder herunterkommt, ist man auf das Essen der Gastgeber angewiesen, also vorher erkundigen, wieviel Geld sie f\u00fcr Fr\u00fchst\u00fcck, Abendessen etc. verlangen Der Ausflug nach Taquile hat uns pers\u00f6nlich nicht gefallen, die private Tour mit unserem Gastgeber dagegen sehr. 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