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Paracas – Fahrradtour durch die Wüste

Paracas ist ein kleiner, sehr touristischer Ort an der Küste Perus, nicht weit entfernt von der größeren Stadt Pisco. Bekannt geworden ist er vermutlich durch seine Lage als Startpunkt für Touren zu den Islas Ballestas. Wegen diesen hat es auch uns auch hierher verschlagen. Zuerst haben wir uns aber für eine Fahrradtour durch die Wüste Paracas entschieden. Den Tipp dafür haben wir von einem Hostel Gast bekommen.

In unserem Hostel konnten wir Fahrräder mieten und so sind wir nach einer kurzen spanischen Erklärung (iziquierda, iziquierda,…) zur Route einfach los gefahren. Wobei „einfach“ nicht ganz der Wahrheit entspricht, denn unsere Fahrräder waren schon wirklich etwas in die Jahre gekommen und haben uns die Fahrt über mit einem fröhlichen Quietschen begleitet. Das war aber ziemlich schnell vergessen, als wir die Stadt immer weiter hinter uns ließen und zum Eingang des Nationalreservats kamen.

Unsere Route

Eine schroffe, wunderschön karge Gegend, Dünen und jede Menge Sand erwartete uns. Autos haben uns nur einige wenige überholt, ansonsten sind wir die erste Hälfte der Strecke quasi alleine gefahren. Bis zum ersten „richtigen“ Stopp (natürlich haben wir zig mal angehalten für Fotos, Trinken und Kekse) waren es knapp 10 Kilometer, die durch Hitze, mäßige Fahrräder, Gegenwind und leichten Anstiegen für uns der „anstrengendste“ Teil der Tour waren.

Aber schon der erste Aussichtspunkt an der Küste, die sogenannte Kathedrale, war wunderschön. Die Kombination von Meer und Wüste war einmalig. Hier sind auch öffentliche Toiletten zu finden, die für 2 Soles genutzt werden können und für sich schon eine interessante Begegnung sind. Das Wasser für diese Einrichtung kommt aus zwei Tanks auf dem Dach. Außerdem darf die Toilettenspülung hier nur vom Reinigungspersonal verwendet werden und das Wasser zum Händewaschen wird in einem Eimer unter der Spüle aufgefangen.

Nach einem ersten Snack mit bester Aussicht, ging es drei Kilometer weiter zum Yumaque Beach. Auch hier gibt es wieder einen schön hergerichteten View Point von dem aus man einen tollen Blick auf den Strand hat. Natürlich kann man auch runter zum Strand fahren und je nach Wetterlage auch schwimmen gehen.

Nach einer Menge weiteren Bildern ging es dann weitere drei Kilometer zum Isthmus Viewpoint, der mitten in der Wüste gelegen ist. Nach einer Verschnaufpause dort, haben wir uns zwei Kilometer runter zum Playa Roya (Roter Strand) rollen lassen. Dieser hat seinen Namen durch seine rötliche Färbung erhalten. Ein kleines Stück entfernt gibt es hier die Möglichkeit ein Restaurant zu besuchen. Angeblich sollen diese aber teuer sein, weshalb es bei uns mitgebrachte Sandwiches gab. Auch der Playa Roja ist wunderschön, für uns war das Highlight aber die Aussicht von der Kathedrale aus.

Ein bisschen mehr gefällig?

Vom Playa Roya kann man nun weitere fünf Kilometer bis zum La Mina Beach fahren. Wir haben uns aber dagegen entschieden. Denn dieser Teil der Strecke ist kein Bestandteil der Rundfahrt. Das heißt die Rückfahrt sind die gleichen 5 Kilometer zurück wie hinwärts. Zum anderen waren wir komplett zufrieden mit dem was wir bis dahin bei unserer Fahrradtour durch die Wüste Paracas gesehen hatten. Die Rückfahrt war ein leichtes, Rückenwind hat uns quasi durch die Wüste getrieben und so sind die letzten fünf Kilometer kein Problem gewesen. Ziemlich verschwitzt, mit „ganzen“ Fahrrädern und glücklich sind wir zurück zum Hostel gekommen. Und waren uns beide einig, dass das die mit Abstand schönste Fahrradtour war!

Tipps:

  • Sonnencreme: Vorher gut eincremen und auch zwischendurch mal auffrischen. Wirklich alles was frei liegt eincremen – meine Handoberflächen hätten es mir gedankt.
  • Sonnenhut nicht vergessen
  • Kombiticket: Wenn ihr die Islas Ballestas und den National Park besuchen wollt, lohnt sich das Kombi Ticket. Einfach beim Eingang in den Park nachfragen.
  • Fahrräder überprüfen: Auch, wenn sie vielleicht nicht die besten sind, sollten Bremsen und co. funktionieren, also vor der Tour überprüfen.
  • Früh losfahren: Wir sind um 8:30 Uhr gestartet, da war noch wenig bis überhaupt nichts los. Auf unserem Rückweg sind uns allerdings etliche Touristen begegnet, außerdem ist es unerträglich heiß geworden.

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